Johanne Nathusius

Unsere Namensgeberin Johanne Philippine Nathusius (1828 – 1885) verfolgte damals schon den Förderansatz in der Behindertenhilfe – im Gegensatz zu der weitgehend noch üblichen „Bewahrstruktur“. Sie wollte sich nicht damit zufriedengeben, dass die geistig behinderten Menschen, die bei ihr Aufnahme fanden, lediglich versorgt wurden. Stets galt es, eine individuell sinnvolle Beschäftigung entsprechend der Behinderung des Betreffenden zu finden. Dieses Bemühen Johannes gilt als wegweisend in der behindertengerechten, fördernden Pädagogik, die sich später in spezialisierten Werkstätten und einer Hilfsschule für geistig Behinderte weiter ausdifferenzierte. Im Sinne von Johanne Nathusius steht der Mensch und seine Gemeinsamkeiten mit anderen Menschen im Vordergrund. Das inkludierende Menschenbild begreift Verschiedenheit als eine Variante von Normalität und als Bereicherung menschlichen Zusammenlebens.
"Es ist normal, verschieden zu sein."
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